Barcelonnette 2010
Auch dieses Jahr wieder unser Sommerziel: Barcelonnette im Ubayetal!
Aus terminlichen Gründen kamen und gingen wir über den August verteilt, ebenso unsere Flugzeuge: die 7000, die 2020 und traditionell der Duo.
Die Crew dieses Jahr:
- Hans-Jürgen und Gudrun (brachten die LS6)
- HGR
- Gaby und Thomas (nahmen die LS6 zurück - Premiere der neuen Kupplung :-)
- Mischi (kam und ging mit ASW20 :-)
- Mark und Kathi (brachten den Duo)
- Marc (kam spät und nahm dafür den Duo zurück :-)
Zur Einstimmung schon mal der kleine Fotostream, schöner ist das ganze auf der Flickr-Page zu sehen, klickt ihr *hier*.
Der Bericht von Gaby
Mein zweiter Urlaub in Barcelo, diesmal nicht alleine, sondern mit Freund Thomas. Die Anreise gestalteten wir auf zwei Tage mit einer Zwischenübernachtung im Hotel Regal in Brescia. War eine sehr gute Idee, tolles Zimmer, schöne Dachterrasse mit Pool, alleine beim Sonnenuntergang schwimmen und abends beim Italiener um die Ecke zum Essen. Das gepackte Auto war gut in der Hoteltiefgarage versteckt. Morgens dann weiter über Mailand und Turin, über den Montgenevere. Diesmal nicht über den Col de Vars sondern um den Lac de Serre Poncon, damit ich mir die Strecke gut anschauen konnte, da wir ja zurück einen Hänger mitnehmen sollten und mir die Strecke über Cuneo landschaftlich nicht gefällt. Frauen die Fliegen sind da halt anders, da muss auch das drumherum stimmen.
In Barcelo selbst hatten wir diesmal wechselhaftes Wetter, auch nicht so richtiges Flugwetter. Der einzig gute Flug in meiner Woche war gleich der Erste und der war ja nur zum eingewöhnen gedacht…. Wenn ich das vorher geahnt hätte ich wäre noch zwei, drei Stunden länger geflogen. Ein super Flug mit Mark Christmann als Co im Duo, der uns bis Briancon brachte, ein bischen spielen in den Ecrins und dann in den Süden rund um den Lac de St. Croix. Ich war beeindruckt von dieser Schönheit der Natur.
Zurück an den, auch für HGR erstmaligen gesehenen Konvergenzen, so weit im Süden. Durch den inneren Parcours nach Barcelonette. Mark flog dabei zielstrebig in den Keller, um den Bart seines Lebens auszukurbeln. Gut 5,5 bis 6,2 Meter integriert. Wow in ein paar Minuten tausend Meter höher und danach schnell nach Hause. Begleitet wurden wir von unserer LS6 mit HGR und unserer ASW20 mit Gerhard Mischinger.
Die nächsten Tage brachten Hoffnung auf Wellenfliegen. Mark und ich stürzten uns sogleich ins Abenteuer. Dick verpackt wie Mondmännchen ging der Schlepp an den Rubin. Gut drei Stunden später haben wir es eingesehen. Wir kamen einfach nicht hoch genug. Drei Stunden Hang schruppen war genug. Aber zu Beruhigung, die Anderen haben es auch nicht geschafft.
Am nächsten Flugtag gab es Partnerfliegen. Thomas und ich starteten zuerst. Leider war es an diesem Tag auch nichts anders. Nur Hangfliegen. Bodennah, sehr turbulent, extreme Lees und leider die ganze Schule im gleichen Bart am gleichen Hang. Da musste ich nicht nur einmal fluchen. Für einen untrainierten Bergflieger einfach zuviel. Nachdem Thomas Magen rebellierte landete ich und Mark und Kathi versuchten es miteinander. Aber auch die zwei hatten kein Glück und machten nur einen Kurzflug. Ebenso wie HGR in unserer LS6.
Aber es gab ja auch noch Fliegerersatzprogramm. Gleich nach unserer Ankunft überraschten uns Gudrun und Hans-Jürgen Seidel mit einem super leckeren Abendessen. Leider fuhren die zwei schon nach Hause. Übrig blieben noch HGR, Mark und Kathi Christmann und Gerhard Mischinger. Marc Stadtlander kam erst als alle bis auf HGR wieder zu Hause waren.
Wir besuchten Barcelo zum Bummeln, wanderten auf die Refuge zum Kaffetrinken, machten einen Ausflug zum Lac de Serre Poncon und schauten uns interessiert die Gesteinsabbrüche (Madmoiselles) an. Fuhren nach Gap und in das Bergdorf Seyne. Besichtigten dort das Fort und schauten von oben den Windenstarts am Flugplatz Seyne zu. Thomas machte zwei schöne Radtouren im Ubayetal.
An unserem letzten Abend veranstaltete der Flugplatz ein Essen in einer Hütte auf 2000 Metern (Haute2000) am Col de la Bonette. HGR fuhr mit uns erst mal den Pass ganz nach oben. Europas höchster Pass. 2860 Meter. Ein grandioser Ausblick. Dann gings wieder abwärts zur Hütte. Ein toller Abend mit 40 Leuten einem 4-Gänge Menü, Aperitif und Wein und Wasser. Besser kann ein Urlaub gar nicht enden.
Zurück gings am Freitag vormittag im strömenden Regen. Ich nahm die LS6 mit nach Hause. Meine erste Hängerfahrt nach einem schweren Hängerunfall 1994. Ich war echt nervös, aber schon nach den ersten Kurven hinab zum See wurde ich ruhiger. Den Hänger merkte ich hinter meinem Auto so gut wie gar nicht.
Briancon war noch so eine Herausforderung. Ja nicht meinem NAVI folgen. Der Weg durch die Stadt ist absolut nicht hängertauglich. Aber die Umfahrung war gut ausgeschildert und mein Beifahrer Thomas leitete mich souverän zum Pass. Der Montgenevre war absolut einfach zu fahren und ich konnte es gar nicht glauben dass ich das Schlimmste schon hinter mir hatte. Nach genau 136 km waren wir schon auf der Autobahn und von da an war es sowieso einfach. Alle drei Stunden wechselten wir und kamen um Mitternacht ohne Probleme in Unterwössen an. Den Hänger vor die Halle geparkt und ab ins Bett.
Fazit: Ein schöner Urlaub und sicherlich nicht der Letzte!

