Ach ja, zum Abschluss noch der offizielle Teil mit den Ergebnissen, wobei wir "AFZ'ler" alle in der offenen (oder auch "gemischte") Klasse geflogen sind:

 

AAC-2010-Offene-Klasse.pdf

AAC-2010-Standard-Klasse.pdf

15. Mai 2010 - 8. Versuch, Abgesang auf einen Maulwurf

Beim Frühstück sieht es ganz so aus, als würde man heute wirklich ums aufbauen herumkommen und der Wetterbericht recht behalten. Unserer Trauer verleihen wir alle Ausdruck mit einem Requiem für einen ertrunkenen Maulwurf (s. Blog gestern), über 10 Minuten und 41 Sekunden mit mehr oder weniger (eher weniger…) stiller Anteilnahme –na ja, beim kauen ist man halt staad-  zelebriert von „The Doors“ – „This is the end (wenn mein Admin fit ist steht jetzt hier ein Link).“

Zum Briefing pünktlich um zehn hat sich Quaxi schon gar nicht sehen lassen. Da es draußen schon beginnt zu regnen reicht auch Martin aus um den letzten Tag offiziell abzusagen und die Siegerehrung auf 14.00 vor zu verlegen. 

Alle sind nachfolgend mit packen beschäftigt, das Gros der Meute will direkt im Anschluss das Weite suchen. Für den einen oder anderen Einkaufsbummel in Feldkirchen soll auch noch Zeit gewesen sein. So manch ein Urlaubsgepäck bedingt wirklich Großraumlimousinen, da soll es Flieger geben die schleppen einen kompletten Tintenstrahldrucker in OVP mit sich herum… 

Vor der Arbeit (Siegerehrung) noch das Vergnügen (Mittagessen), bei einer letzten Runde Leckereien im Fly In (eindeutiger Favorit: Calamari…) ist auch noch Zeit für den einen oder anderen Ratsch. Spaß beiseite, auch die Siegerehrung war Spaß, in gewohnt liebenswerter Weise wurden alle Teilnehmer des 18. AAC vom Martin gewürdigt; die Piloten ihrerseits hatten für das gesamte Team gesammelt und so machten viele Geschenke die Runde.

Da man auf drei Wertungstage für jede Klasse zurückblicken konnte,  war der Wettbewerb ja auch ein solcher und es bleibt die Hoffnung, das bei einer 19. Neuauflage Ende Mai nächsten Jahres das Wetter vielleicht noch ein bisschen mehr mitspielt.

Im Anschluss begann dann das große Ausfliegen, Schreiberlings Trennungsschmerz die Rache des oberbayerischen Heizungsbauers betreffend  hielt sich nach der Anhängeraktion an A-Marc´s BMW ob der gelungenen Stützradkonstruktion in starken Grenzen.  

Da die Wetteraussichten für die zweite Woche Urlaub auf der Alpennordseite mehr als bescheiden sind und hier in Kärnten für Wochenbeginn mit drehen auf eine Nordwestlage wenigstens Aussicht auf ein wenig fliegbares Wetter besteht hält Schreiberling die Flagge des AFZ auf der Südseite noch ein paar Tage hoch und arbeitet zwischenzeitlich mit Kärntner Leckereien noch etwas an der Flächenbelastung für Starkthermiktage. 

Ich danke der SGSM für die Verfügung-Stellung des nötigen Raumes, um mich abseits von Betriebsratszeitung und der Zeitschrift Segelfliegen, (noch) einmal anders kreativ austoben zu können; insbesondere Marc für das redigieren, das aufpeppen mit Fotos und Links sowie das einstellen.  

Natürlich auch allen freiwilligen und unfreiwilligen Ideengebern für meine literarischen Ausflüsse…..

Vielleicht bis nächstes Jahr an gleicher Stelle und auf gleicher Welle !!! 

14. Mai 2010 - 7. Versuch, Ganz Mitteleuropa liegt unter einem Regentief

Ganz Mitteleuropa ? Nein, im Klagenfurter Becken trotzt eine kleine Schar tapferer Segelflieger unter Leitung von Martin „Gnadenlos“ Huber und Gerhard „Quaxi“ Hohenwarter allen Wetterprognosen, Alptherms und modernsten meteorologischen Vorhersagemodellen und beginnt schon am frühen morgen mit dem errichten zahlreicher weißer Wetterbeschwörungskreuze. 

Auch dass Lora (der Leihhund von Natascha) einen ertrunkenen (!) Maulwurf auf dem Flugfeld findet (nomen est omen) kann den Optimismus nicht trüben.

Man sieht die Lücke, die die krakenartige Umschließung schlechten Wetters eventuell für ein kleines AAT lässt. Beim Nachbriefing um 11:15 zeichnet sich dann am Horizont die Malaise allerdings schon ab: Obwohl die Thermik schon deutlich im Osten und an der Gerlitzen zu sehen ist, schwappen Schauern und Gewitter aus dem Gailtal und den Karawanken ins Klagenfurter Becken über, drehen dann im späteren Verlauf des Vormittags und über Mittag die Thermik ab. 

Die Startaufstellung trotzt mutig dem immer größer werdenden grauen Schirm, auch die Aussicht auf Hangwind durch die auslaufende Kaltluft macht wenig Hoffnung auf eine Möglichkeit, das Teilnehmerfeld noch an den Himmel zu schaffen.

Gegen 14 Uhr kapituliert man schließlich vor den Gegebenheiten, trotz des am Vortags dargebrachten Opfers von Wasserbewohnern an den Wettergott muß der Tag neutralisiert werden.

Das Gros der Teilnehmer packt die Flieger direkt reisefertig in die Anhänger, da für morgen eher Sauwetter angesagt ist. Ein Teil des Feldes, u.a. auch Roland und A-Marc nutzen die Gelegenheit und machen noch einen F-Schlepp.

Marc übt sich einigermaßen erfolgreich im Hangflug an der Gerlitzen – zumindest für eine Zeit - Roland findet im zweiten Anlauf den Einstieg in das Wellenwindsystem des West-Südwestwindes und macht noch einen respektablen Flug (s. OLC) aus dem abgebrochenen Tag. 

Nachdem auch die letzten beiden Unterwössener Flieger wieder am Boden sind (das Drama des Verstauens der ASW 20 in die Rache des oberbayerischen Heizungsbauers schenke ich mir ob der zahlreichen Einträge im Blog 2008, außerdem wäre das zu nervenaufreibend für mitlesende Werkstattleiter der SGSM) lassen alle den Tag in Fly In (für die magische Terrasse wars leider zu kühl) mit Leckereien aus der Küche ausklingen. 

Unken kommen in den Teich, aber ob das mit dem Abrüsten aller Flugzeuge (auch denen aus der Halle) vielleicht nicht etwas voreilig war – mal sehen, ich sehe Martin morgen früh schon grinsend in einer Wetterlücke das aufbauen aller Maschinen anordnen…

13. Mai 2010: 6. Versuch, Forellenmassensterben im Grossraum Feldkirchen

Segelflieger verüben Massenmord an Forellen !

OK, dies Wetterbild beim Frühstück war eindeutig. Schnürlregen in Feldkirchen. 

Die Optimisten am Frühstückstisch (oder auch die Sadisten…) sehen noch Chancen auf ein Wetterfenster am Nachmittag, aber im großen und ganzen rechnet man mit einem weiteren Tag frei. 

Beim Wetterbriefing um zehn –bezeichnenderweise erstmalig im Fly-In und nicht auf der magischen Terrasse- gibt es neben den Gewinnern der Standardklasse am Vortag auch nur zu berichten, dass die Strömung in der Höhe auf Südost gedreht hat und diese Wetterlage den kalten Regen beschert, der draußen auf den Boden kübelt. Ein weiterer Tag frei – diesmal für alle Klassen - ist die Folge. Trotzdem Treff um fünf - es geht zum Forellenessen organisiert von Martin Huber. 

Die Meute teilt sich und nutzt den Tag auf unterschiedliche Weise. Bea und Mathias unternehmen eine Exkursion ins Maltatal, zu Österreichs größter Staumauer – und haben sogar noch was Sonne abbekommen. Natascha geht mit fremden Männern in die Sauna (und lässt unsere Hauskatze vereinsamt zurück), Roland nutzt die überschüssigen, mangels fliegen müssen, aufgesparten Kräfte (oder wie auch immer geartete Emotionen…) zum Tischfussballturnier mit der Schwabenmafia aus Wohnung Nr. 1, A-Marc zündet ein paar Liter Diesel an und besucht jemand in der Steiermark (wie heißt sie denn ???) und Schreiberling fährt nach St. Veit und besucht das dortige Eisenbahnmuseum und übt sich am Simulator im Triebwagenfahren (Cool!). 

Um fünfe dann großer Treff der Karawane (mit 15 Autos ein Autokorso, der der Paris-Dakar zur Ehre gereichen würde) auf dem Flugplatz und Abmarsch zum Forellenessen. Einige Einheimische, die den Weg des Tross säumen reiben sich verwundert die Augen ob der seltsamen Karawane die vorüberzieht, vor allen an Ampeln kommt ein wenig Hektik abseits der Pole Positions auf. 

Aber alle haben es dann doch geschafft, wobei der letzte Teil der Fahrt jeden Rückholer das Grausen lehren würde, auch mit nur dem Auto ist das Endziel, am Ende einer Schotterpiste und an den Berghang right- in- the- middle- of- nowhere geklebt doch von allen Fahrern ohne Absturz oder eingraben erreicht worden. 

Martin hat seinem Ruf nicht nur als Wettbewerbsleiter, sondern auch als Organisator kulinarischer Ausflüge in Kärntens umfangreiche Gastronomiewelt wieder mal alle Ehre gemacht.

So um die 40 Forellen, die eine oder andere Knoblauchcremesuppe vorher, den ein oder anderen Zirbelschnaps nachher, später waren alle trotz des miesen Wetters satt und zufrieden über einen weiteren Urlaubstag im schönen Kärnten. 

Als Töppchen obendrauf mit der Aussicht, dass Wettergott, von so viel braven Essern bemüßigt, morgen vielleicht auch wieder ein Wetterfenster gewährt. Wir geloben auch Tagegleichheit im Berichten – sofern möglich - auf dass die lahmen im fernen Franken auch nicht an Langeweile eingehen (gute Besserung von R., N. u. H. an alle früheren Großflugzeugbesitzer, von nichts kommt nichts…).

 

12. Mai 2010 - 5. Versuch, 3. Wertungstag (Standardklasse)

Es hat auch mal Vorteile, in der gemischten Klasse zu fliegen

Morgenstund hat Gold im Mund, und diesmal (endlich?) auch tieflliegende Basis und keinen Schimmer eines Sonnenstrahls. Beim Frühstück halten sich hartnäckige Gerüchte über ein Wetterfenster, dass allen tapferen, aber vom dritten Tag in Folge doch etwas erschöpften Recken den wohlverdienten Ruhetag abspenstig machen könnte.

Erlösung nahte beim Briefing, als Martin und Quaxi die gemischte Klasse einen Tag auf Urlaub schickte, die Standardklasse aber mangels eines dritten Wertungstages auf Standby. 

Bei dem Wetter über dem Platz schwer zu glauben dass der Standardklasse auch nur den Hauch eines Wetterfensters schenken sollte,. Aber wir sind ja Gläubige des Gurus Martin "Gnadenlos" Huber, dem Meister im klempnern und zimmern von Strecken in minimalste Wetterfenster.

Als Mathias anfing seinen Kestrel aus dem Dampfbad unter der Plane seines Anhängers zu lüften und den noch feuchten Flieger trocken zu legen, blinzelten tatsächlich die ersten Sonnenstrahlen aus dem trüben Himmel.  

Danach fand sich ein harter Kern bestehend aus Frau Henz, Herrn Ortlieb und A-Marc auf der Terrasse des Fly In ein, auf eine erste Runde Kärntner Leckereien vom feinsten.

Schreiberling zog sich aufs erste in die Ferienwohnung zurück.

Zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz
(Übersetzung: Schlafpause von 11 bis 15 Uhr)

Geweckt vom Donnergrollen eines Gewitters mit ausgewachsenem Platzregen wusste Mathias, nach dem trockenlegen  der Kestrel auch auf Nickerchen im Quartier –aber schon wieder Online –zu berichten dass das Startfenster der Standardklasse seit 14:20 (!) offen sei. 

Neugier ist 'ne schlimme Krankheit, also mal ab zum Flugplatz und mal nach dem rechten sehen. Tatsächlich, die Standardklasse war auf Mindest-AAT unterwegs, ansonsten unveränderte Situatuon: Natascha, uns Roland und Marc immer noch auf der Terrasse und bei einer weiteren Runde Leckereien bzw. ersten Bierchen.

In einem spontanen Anfall von Aktivität, jedoch nicht ohne ein Eis zur Stärkung, noch mal zum shoppen in die Stadt. Bevor einen das süße Nichtstun der anderen auf der Terrasse festklebt. 

Rückkehr gegen 18:30, die Terrasse übt offensichtlich immer noch eine magische Anziehungskraft aus…   

Losreißen konnte einen nur die Aussicht auf von Mathias selbst gefertigten Semmelknödeln und dazu passender Champignonsoße von Bea. Mit Einsatz modernster Technik (Handy) und Überredungskunst gelang es uns schließlich doch noch, Marc von der magischen Terrasse zu lösen…. Es hat sich gelohnt!

Na ja, Natascha war auch fürs Hunde-Sitting eingeladen auf ein Abendessen von Werner Danz, und Roland wollen wir auch gerne Sippenhaftung zugestehen. 

Hauptsache aber: ein erholsamer Tag ab vom Fliegen, und die Standardklasse hat's auch gepackt – die Wertung hat funktioniert, klempnern und zimmern sei Dank !!!

 

11. Mai 2010 - 4. Versuch, 3. Wertungstag (gemischte Klasse)

Die Startlinie, die keine war

oder: Danke, Marc

…wobei der eine Teil dieser Überschrift eigentlich nichts mit der anderen zu tun hat.

Eigentlich…

Fangen wir aber mal morgens an, mittlerweile mit Zügen von: und täglich grüßt das Murmeltier. Sprich, die Sonne scheint. Unterschiedlichste Prognosen der einschlägigen Wetterdienste (shmu….) geben widersprüchliche Informationen über den weiteren Wetterablauf des Tages. Es riecht aber nach Startaufstellung. 

Während des Frühstücks müssen wir dann leider für unseren Brötchendienst A-Marc feststellen, dass er sich durch das Vergessen einer neuen Butter ans unterste Ende der Nahrungskette am Frühstückstisch befördert hat (Missionsziel: Erster Auftrag ist, vor Verlassen der Wohnung die Butter aus dem Kühlschrank zu nehmen, vergessen = Mangel nicht bemerkt). Aber der Hinweis auf den Mangel an selbiger Butter reichte, dass die vorhandenen Restbestände sparsamst verteilt für alle reichten. Nomen est omen auch für die Thermik???? 

Trotzdem: vorbildlicher Einsatz, Danke Marc !!!

Startaufstellung fand also wirklich statt – Quaxi ließ sich aber bei der Vorhersage des Wetters auch nur auf die diplomatische Einschränkung ein dass es an Martin – heut wieder ganz gnadenlos Huber - sei, aus der Ankündigung von Föhn, Thermik aus labiler feuchtwarmer Luft und einem Wetterfenster vorwiegend nach Nordosten eine Aufgabe zu zimmern.

Ganz getreu dem Motto: "die sind zum Fliegen hier und nicht zum Urlaub machen" kam dann ein AAT über mind. 240 km für die Standard, mind. 280 km für die gemischte Klasse heraus.

Mit erster Wende im Westen, der Pampe entgegen, aber unter der Annahme, dass einsetzender Föhn die Warmluft in Schach hält... Die TMA Zeltweg als Wettbewerbsraum war leider passe, da Krieg in Österreich prinzipiell Dienstags stattfindet. 

Natascha hatte heute die Zusatzdisziplin, den ihr anvertrauten Pflegehund in der Startaufstellung von allen Fliegern fernzuhalten und anschließend zu duschen. Lora stand vor Dreck wegen eines außerplanmäßigen Besuches eines Bachbetts in Bahnverlängerung. Da hätte man aber eigentlich nur warten brauchen…   

Wie es tatsächlich kam zeigt die Fotostrecke von Roland wohl am eindrucksvollsten, der Schreiber dieser Zeilen hatte selbst eindrucksvoll Gelegenheit zu beobachten, wie das Wetter binnen kürzester Zeit von Süden und Westen überkochte. Die Positionsmeldung war folglich D-XY Position, Fahrwerk, Wasser hab ich auf der Fläche mit dabei. 

Roland hat es noch nach Haus geschafft, allerdings ohne erste Wende, ebenso wie A-Marc. Schreiberling selbst hat eben noch seinen Harzbollen in den Anhänger verfrachtet und ist dann zu Bea umgestiegen, wir mussten Mathias holen, der bei Hermagor geackert hatte, allerdings unter Anschneiden des ersten Zylinders der Wende. 

Die Hinfahrt im strömenden Regen machte schon richtig Lust auf das abbauen, während des Schreibens dieser Zeilen am späten Abend sind die Füße immer noch nass. Lag aber auch daran dass die Fußwege auf der Wiese was länger waren, auf den Wiesen westlich Hermagor die Elektrozäune raus, ein paar Bäume gelegt und den Rasen kurz, dann wäre das Ding als mittelgroßer Flugplatz durchgegangen. 

Natürlich setzte der Regen mit schließen des Anhängers aus, und die Heimfahrt ab Nötsch fand im trockenen statt… 

Wieder zurück am Flugplatz (in der Rückholerrallye lagen wir im mittleren Drittel)  gab es die Kunde, dass es in der gemischten Klasse eine Wertung gab, da genügend Leute die 100 km geknackt hatten (auch Mathias!). Leider in der Standard nur zwei, so dass es hier leider keinen Wertungstag gibt.

A-Marc hatte leider aber Lehrgeld zu zahlen, denn mit dem Verfehlen der Startlinie hat er leider einen Nuller produziert. Also da auch A-Marc am untersten Ende der Nahrungskette ???? Nein, denn für einen beachtlichen OLC-Flug bei dem Wetter hat es gereicht, außerdem hat „GM“ aus Reutte auch die Startlinie versemmelt. 

Auch hier zeigte sich aber wieder die Atmosphäre des AAC, denn viele Piloten, die ganz vorne mitfliegen haben Marc mit Erzählungen Ihrer Patzer gleicher Coleur über den ersten Frust schnell weg geholfen, außerdem ist er ganz Sportsmann und hat erst einmal analysiert, wie das denn eigentlich kommen konnte. 

Vielleicht krieg ich ihn jetzt endlich mal dazu, seine Eindrücke von den Flügen zum besten zu geben. Morgen könnte aber wieder nix draus werden, Wetterfenster droht…

 

10. Mai 2010 - 3.Versuch, 2.Wertungstag

Was haben wir aus dem heutigen Tag gelernt ? Der slowakische Wetterdienst heißt "Shmu", wie treffend... Danke Matthias, das ist zielsicher ein schöner Aufmacher für den Montag gewesen beim Frühstück. Das Wetter sah erstmal schwer nach Aufrüstübung aus. 

Allerdings hatte der eine oder andere schon Sonntag Abend den Verdacht, dass die spezielle Südwestwetterlage vielleicht ein Wetterfensterchen öffnet, in das man eine kleine Wertung hineinzirkeln kann.

Genau das gab Quaxi auch beim Briefing bekannt, Martin heute gar nicht so gnadenlos Huber machte eine AAT Task aus dem Wetterfenster (für nähere Infos s. Homepage des Tages s. die üblichen Quellen bei Rolands Fotostream + der Homepage des AAC) und schickte das Feld ab 12:15 bei auch am Boden äußerst starkem Westwind auf Strecke.

Das Wetter baute dann im Lauf des frühen Nachmittags so richtig auf, man konnte vom Boden meinen man hätte einen richtig guten Tag verpasst (mir selbst war das mit dem starken Wind ein wenig zuviel des guten), nach der Landung gaben die unterschiedlichen Kommentare der Piloten von bombig (in der Westwelle auf über 3000 m gekommen) bis hin zu "heut war nicht mein Tag" ein durchaus unterschiedliches Bild des Tages ab.

Heimgekommen sind alle, aber nicht alle mit Umrundung, trotzdem wurde Martin am Abend wieder der "gnadenlos" Huber und war mit dem Kommentar: "Mist, zu klein ausgeschrieben" zu vernehmen. 

Morgen ist auch noch ein Tag...

Alles in allem aber ein viel besserer Tag als angenommen, und das zählt dann wohl auch als einziges.  

Die "20" ist übrigens nicht nur das leichteste und kleinste Flugzeug im Feld der gemischten, sondern übernachtet mittlerweile auch luftig unter der Decke der Feldkirchener Flugzeughalle und wacht über alle die großen Vögel unter ihr, und errötet auch nicht mehr als sonst in der Nachbarschaft eines neben ihr hängenden Antares.

Was den Rückholer am Lästern über die Rache des oberbayerischen Heizungsbauers hindert (s. Blog 2008) und das Rückgrat von A-Marc schont. Marc, ich muß schon sagen, Siemens nimmt die Leute gut unter ihre Fittiche, ich glaube HGR stets mit Rat und Tat als Flugbetriebsleiter vermittelt seinen Jungs auch gute Tricks und Kniffe.  Gestern hat A-Marc schon in Wurfreichweite des Fahrwerks seinen Vogel aus der Platzrunde nochmals ausgegraben und ist nochmals vor bis in die Bleiberge, und auch wenn er heut unzufrieden war mit sich, so schlägt er sich mit dem schwächsten Flieger im Feld doch wacker, das hab ich hier auch schon mit ganz anderen Fliegern und Piloten anders gesehen. Zum Üben von Wettbewerbsfliegen, was er ja will, auf jeden Fall schwer in Ordnung. 

Da die ganze Meute heut schon wieder früh zurück war konnte man in aller Ruhe die lockere Atmosphäre und den ungezwungenen Umgang der Teilnehmer wie auch aller Helfer miteinander bei diesem Wettbewerb mal wieder so richtig genießen. Zwanglos zum essen im Flugplatzrestaurant treffen inklusive. 

Mal sehen ob der Wetterbericht recht behält und morgen den Unterwössener Fliegern ein Wetterfenster beschert, ob es für beide beide Seiten des Alpenhauptkamms reicht und der AAC mit dem dritten Wertungstag den ersten Sack zumacht und ganz zufriedene Gesichter zaubert.

09.Mai 2010: 2. Versuch, 1. Wertungstag

Gute Nachrichten – Schlechte Nachrichten

Heute war fliegerisch ein aktiver Tag, mit zwei guten und einer schlechten Nachricht.

Die guten zuerst: Die Lagerbock-Stafette hat geklappt, Sven Kolb hatte durch den heroischen Einsatz aller fleißigen Beteiligten (s. gestern) heut morgen einen anderen Lagerbock, nach kurzem Schraubeinsatz - bei einem Wettbewerb sind alle nebst den nötigen Kräften für den Schreibkram vorhanden - war der Antares wieder fit und Sven wieder im Rennen.

Die andere gute Nachricht ist: K-Mark geht es gut, er hat nur ein paar Kratzer. Dem Kestrel geht es hingegen nicht mehr so gut , das ist die schlechte Nachricht. Leider lief eine Außenlandung südöstlich des Dobratsch nicht wie geplant, eine nähere Betrachtung der Umstände können wir jetzt nicht vornehmen, aber mit der Unlandbarkeit Kärnter Äcker hat das ganze wohl weniger zu tun, vielmehr mit einem Patzer der jedem von uns jederzeit und überall passieren kann. Fest steht, das der Kestrel wohl „hin“ ist. Die Segelflug Bildzeitung (streckenflug.at) hat Bilder verlinkt, den Text vom ORF kann man getrost vergessen. 

Die einzige Außenlandung war es im übrigen heute nicht, bei ständig besser aussehendem Wetter hatte Wettbewerbsleiter Martin „Gnadenlos“ Huber die Standard-Klasse auf eine gut 250 km weite Strecke geschickt, die gemischte Klasse (von der ASH 25 bis zu den einzigen beiden ASW 20 im Feld auch wirklich gemischt) auf 360 km. 

Die Prognose von Quaxi Hohenwarter die Schauern betreffend erfüllte sich dann aber trotz des starken Westwindes nicht, so dass die Piloten das Schauerzirkeln übten,  was viele Abbrüche und halt auch die eine oder andere Außenlandung zur Folge hatte. 

Eine Wertung kam trotzdem dabei heraus, für Details empfehle ich die Homepage des Wettbewerbs oder die Fotostrecke von Roland. Lewi haben wir auf jeden Fall empfohlen, doch die Nacht mit Pendelfahrten zwischen Feldkirchen und Unterwössen zu verbringen. Das ist irgendwie Doping auf die ganz neue Art wie ich meine. Auf die Behauptung, ob der Schlafmangel der gestrigen Nacht den Tagessieg heute ermöglicht hat, reagiert er nicht… 

Ich werde mich bemühen, dass Roland, A-Marc oder Mathias mal niederschreiben, was sie heut so erlebt haben.

Natascha kam heute auf den Hund, mit komischen Vögeln ist sie ja schon zur Genüge gesegnet (zwei Zuhause im Käfig und ein angeheirateter), aber Werner Danz wusste es während seines Fluges sehr zu schätzen dass Natascha sich um Lora gekümmert hat. 

Ob A-Marc unter die Mütter gegangen ist konnte heut auch nicht abschließend geklärt werden, auf jeden Fall wurde ihm beim morgendlichen Semmelkauf in der Bäckerei eine Rose überreicht. Leider konnten wir die Info welche Bäckerei nicht meistbietend bzw. zur Aufbesserung der Urlaubskasse an Mathias weiterverkaufen, diesen Moment der Erpressbarkeit hat er leider verstreichen lassen, so bleibt unsere Kasse leer und Bea unbeschenkt.  

Was bleibt ist meine Frage an meinen Piloten: Wie kann es sein, dass der Rückholer mehr Punkte einfliegt als der Pilot???

 

08.Mai 2010 - 1. Versuch einer Wertung

"Ich bin ein echtes Produkt des Sozialismus und Stafette für einen Lagerbock"

Das erste Frühstück fand bei Sonnenschein, der durchs Fenster lachte, statt. So recht mochte man den Wetterprognosen gar nicht glauben, auch nicht der Feststellung von Matthias´ Freundin Bea, bei Segelfliegers Frühstückstisch auf der Jagd nach den Zutaten für die Frühstückssemmel: "Ich bin ein echtes Produkt des Sozialismus". Nein,liebe Bea, unser guter Geist an vielen Stellen, Du nun wirklich nicht!!!

Am Platz fand schon hektisches Aufbauen weißer Wetterbeschwörungskreuze statt, auch die ernüchternde Tatsache, dass beim Briefing die gemischte Klasse neutralisiert wurde bremste den Elan kaum. Das Wetter gab den Pessimisten recht, mit einsetzendem Regen verschwanden dann auch die letzten Flieger in den Anhängern oder in der Halle. 

Nur eine nicht: da der gute A-Marc realisiert hatte, das er sich mit der Rache des oberbayerischen Heizungsbauers (s. Blog 2008) null Freunde, ein krummes Kreuz und viel Arbeit schafft, setzte er seinen treuesten Dackelblick auf (der Hund des oben erwähnten Schweizer Teilnehmers erblasste vor Neid...), stellte die 2020 wie einen begossenen Pudel vor die Halle der Feldkirchner und begehrte um Einlass. 

Hier spielte sich alldieweil ein weiteres Drama des täglichen Lebens ab: Sven Kolb hatte beim Aufrüsten des Antares eine Lagerschale   in seinem Anhänger gefunden, die sich als Teil seines Klappenantriebs herausstellte. Ohne Ersatz des kompletten Lagerbocks an der Wurzelrippe das Ende des Wettbewerbs für einen Favoriten wenn da nicht....

Nachfolgend die Endfassung von Kundenservice sowie einer längeren Telefonie-Orgie in Kurzform (wie das abgelaufen ist ist für meine keinen grauen Zellen etwas zuviel Arbeit und kann auch von jedem Segelflieger, der mindestens drei Jahre dabei ist und ein bisschen Vorstellungskraft besitzt nachvollzogen werden) :

Axel Lange fährt heute nach Unterwössen für ein Antares-Treffen. Da er bei LTB Sebald einen Antares abstellt, kann er dort einen Lagerbock mitnehmen. Diesen hat Bernd Sebald, seinen Liebsten im Gasthaus entrissen, quasi zeitgleich an einem im LTB befindlichen Antares abgebaut. Dieser wird in Unterwössen an Max Krüger übergeben, der ihn des nachts an Markus "Levi" Lewandowski übergibt, der auf seiner Anreise zum AAC aus Innsbruck kommend einen "kleinen" Schlenker fährt. 

 Alles klar ???  Mir raucht bei sowas auch die Birne, wenn die Nummer klappt dank an alle Beteiligten, vor allem Max, den wir hoffentlich nicht um seinen wohlverdienten Nachtschlaf bringen. Wir zahlen mit einer Palette Red-Bull Verschnitt vom Hofer (Aldi in Österreich), die in garantiert um den Nachtschlaf bringt!!!! Danke Max !

Wir werden berichten, ob Svens Antares morgen früh wieder fit ist und mitfliegen kann, denn morgen riecht es nach Wetter zum fliegen, wenn man den wenig Mut machenden Prognosen unseres Wetterfroschs Gerhard "Quaxi" Hohenwarter glauben darf, der beste Tag der ganzen Woche. 

Der Schreiber dieser Zeilen macht für heute heute Feierabend, bevor ich, vom Duft des Knoblauchs benebelt,  der durch die Ferienwohnung wabert, vollkommen durch den Wind bin (Bea kocht, und legt hier ganz köstliche Sachen vorab in Knoblauch ein- Thema: ich bin ein echtes Produkt des Sozialismus - wir glauben es immer noch nicht!!!).

PS: Für die 2020 gab es ein Happy End, zwischen Antares, ASH 25 und anderen Großflugzeugen fand sich noch ein kleines Eckchen, in die die Kleine - mittlerweile gut durchnässt- gestellt werden konnte. Ob das mit dem Happy End auch für A-Marc gilt, wenn HGR diese Zeilen liest, darf bezweifelt werden. 

Aber Hans, er hat die 2020 auch akribisch trocken gelegt!!!

PPS: Ach ja, hier noch der Fotofeed über Rolands Flickr-Album

07. Mai 2010 - Anreisetag

"Vergoldete Adapterstecker und Palatschinken vom Feinsten"

Manchmal ist es nicht leicht in Urlaub zu fahren... Was den Schreiber dieser Zeilen betrifft musste er sich die Zutaten zu dieser Urlaubsfahrt noch in Oberbayern zusammensuchen, der PKW in der Werkstatt in Rosenheim, der Anhänger mit Flieger drin in der Werkstatt im Achental. Beide haben es geschafft, im Auto war wieder eine Windschutzscheibe drin, der Anhänger hatte eine neue Achse. Mein Dank wird den Werkstätten ewig nachschleichen, vor allem Herrn M. aus G. . 

Ich dachte mir ich bin der letzte auf dem Weg, da Familie Henz schon in Kärnten war, aber weit gefehlt, K-Mark und A-Marc (wer jetzt geistig aussteigt möge den Blog vom AAC 2008 Konsultieren) meldeten sich just beim verlassen desTals bei mir, und das mit einem Problem: K-Mark hatte den Adapterstecker von 13 auf 7 pol in München liegen lassen (da gehört er ja nun auch hin, hat man den nicht im Auto?) und suchte Ersatz. der fand sich dann bei VW in Grassau. 

Natürlich zu einem Preis, der ihn abends zu dem Zitat: jetzt hab ich den vergoldeten Adapter veranlasste. Ich glaube, das wird sich im Lauf der Woche mit einer Sprühdose Goldlack und heimlich einrichten lassen....

Gegen Ende der Ansprachen aller Honoratioren waren dann alle auch da, das anschließende Abendessen hat keiner versäumt. Bei der Qualität der Feldkirchener Flugplatzgastronomie hätt' man aber auch echt was verpasst. Der eine oder andere Pilot hat dann auch im Anschluss mit Palatschinken vom feinsten noch was für seine Flächenbelastung abseits von Wasserballast und Sandsäcken getan.

Die Wetteraussichten für Samstag: Na ja.

Und wo zum Teufel steckt Andi ?

Nachdem unser ob der Beeinflussung, in Kärnten gäbe es nur flugzeugzerstörende Aussenlandewiesen (wenn überhaupt) , für den Wettbewerb verloren gegangener Mitstreiter Andi E. aus S. auch zur Eröffnungsfeier nicht erschien konnten wir nur vermuten, das ihm auch über die Zustände der Straßen Horrormärchen aufgetischt wurden. Und er somit auch zum nur Spazierenfliegen den Weg ins schöne Kärnten gescheut hat. Man sollte einfach nicht alles glauben was einem erzählt wird. 

Bonmot zum Thema Straßen (vielleicht ist ja doch was dran...???) : Ein Teilnehmer hatte es im Zeitalter des Navi´s geschafft, aus der Schweiz das Feldkirchen bei Graz (sinnigerweise auch mit Flugplatz dran) zu treffen. Aber auch er hat es glück- und pünktlich zur Eröffnungsfeier geschafft.

Intro - AFZ on tour

von Holger Fuhr

Es ist mal wieder soweit, eine Unterwössener Karawane bricht auf nach Kärnten, gen 18. Alpe Adria Cup in Feldkirchen am Ossiacher See. Der letzte Wettbewerb 2008 war eher von Randnotizen geprägt denn von fliegerischer Aktivität, dennoch wird der Chronist versuchen, diesmal wieder all die kleinen Begebenheiten zum besten zu geben, die einen solchen Wettbewerb kombiniert mit Urlaub so erlebenswert machen und gleichwohl fliegerische Heldentaten zum besten geben - sofern das Wetter mitspielt.