HGR war mit seinem Cousin im Duo an dem Tag mit der "besonderen Datumssymbolik" unterwegs... was da so alles passieren kann:
Von E. Taube
Ich bin eigentlich nicht abergläubisch. Die absurden Geschichten, die ich frühmorgens auf dem Weg zum Flugplatz auf Bayern1 hörte, versuchte ich dennoch zu verdrängen.
Ich hatte mit HGR einen entspannten Alpensegelflug im DUO DISCUS geplant.
Alles verlief normal, allerdings blies der Südwind verstärkt auf und es passierten doch einige unvorhersehbare Abnormalitäten.
Der Flug über die Vorberge führte uns ins schneebedeckte Hochgebirge. Die Videocam fing die schönsten Eindrücke ein, vorbei am Watzmann, Hochkönig, Dachstein bis Grimming. Plötzlich steuerte HGR den Duo ruckartig nach unten - und schon schoß der Schatten eines ausgewachsenen Adlers über unsere Köpfe – ohne FLARM Vorwarnung! – ( sollte von den Alpenvögelwärtern eingeführt werden!). Vom Schock erholt, setzten wir unseren Flug Richtung Westen fort.
Am „Wilden Kaiser“ verweigerte Innsbruck uns Segelfliegern die Freigabe – nur heute weil Freitag? Am „Soiern“ wollten wir wenden – oder doch noch über die Nordkette zurück? Der unterschätzte Südwind setzte das Vario auf konstante minus 5 m/s und ehe wir uns versahen, waren wir aus sicherer Höhe im Endanflug auf das bekannte Außenlandfeld bei Krün.
Aber warum landen, wir haben ja noch den Turbo! Nach vier Versuchen das Aus! Nun die richtige Wiese aus dem speziellen Außenlandekatalog aussuchen: nicht drin!- der Autor hatte gerade dieses Landefeld vergessen. Wir landeten schließlich unbeschadet auf einer der großen Wiesen – und alles hätte ein gutes Ende gefunden.
Doch die verärgerte Bäuerin zeigte uns dann das richtige Landefeld, wo bis zu 30 Segelflugzeuge im Jahr landen und auch heute bereits eins abgeholt wurde.
Für uns hieß es jetzt schnell die Rückholmannschaft anrufen, aber - mein Handy hatte den Geist aufgegeben und HGR hatte sein Handy ausnahmsweise heute im Rucksack im Klub gelassen. Die Bäuerin half uns und die Rückholer machten sich sofort auf den Weg.
An einem Gasthof an der verabredeten Dorfstraße warteten wir und hatten den Flieger in Sichtweite.
Es dämmerte, es wurde Nacht. Keine Rückholer. Wir nicht erreichbar. Sie nicht erreichbar. HGR wieder hin zum Flieger und zur verärgerten Bäuerin. Plötzlich Licht am Flieger - und wieder Nacht.
Endlich, verkühlt in einem Gartenstuhl am Straßenrand sitzend, stoppe ich einen auffallend großen Transportanhänger. Gegenseitige Vorwürfe! Sie waren mit ihrem NAVI bereits am Vorort direkt zum Flieger abgebogen und suchten stundenlang die Piloten – aber im falschen Ort!
Nach dem Abbau im Flutlicht endlich die verdiente Einkehr? - aber jetzt waren alle Wirtshäuser im Ort dunkel! Schließlich erbarmte sich ein Wirt im Nachbarort mit einem mitternächtlichen zünftigen Schweinebraten. Freitag der 13. endete doch noch mit einem happy end – oder begann jetzt schon ein neuer Tag?!
Trotz allem – diesen Freitag, den 13ten, möchten wir nicht missen.
Nachtrag - Eine Literaturverfilmung...
Erst das geschriebene Wort - und dann bei entsprechendem Erfolg beim Leser eine Verfilmung... so sind doch die Gesetze der Medienwelt, und daher freut es uns ganz besonders, dass der Autor des Berichts noch einen Film produziert hat... folgt dem Link zu unserer Filmseite - Vielen Dank an Erwin Taube und HGR für die schönen Aufnahmen!






